Augen auf. Einatmen. Noch einen Blick nach unten. Der Schwindel verflog langsam und ich konnte mich mit einer Hand von dem rostigen Metall lösen, welches einst eine angenehm gelbe Farbe besaß. Langsam drehte ich meinen Kopf rüber zu Don, der ganz beruhigt an einer weiteren rostigen Metallkonstruktion lehnte, den Kopf in den Nacken gelegt, mit einer Kippe im Mund. Um mich herum flimmerte es. Die Hitze war beachtlich für diese Uhrzeit. Die Erde unter uns war nur noch an wenigen Stellen von abgesengten Gras bewachsen, an den staubigen, wie rissiger Lehm erscheinenden Stellen, die bereits durch die Sonne abgebrannt waren, zogen sich kleine Canyons, die wie die Äste eines abgestorbenen Baums aussahen. Die in den Boden gezogenen Spuren unseres weißen Sprinters komplettierten den Millionen von Kilometern entfernt erscheinenden Boden zu einer seufzenden Leere, deren Schatten durch die Morgensonne eher wie utopische Wesen aussahen. "Hey Don?" - "Hm?" Er senkte seinen Kopf und kleine, in Rot getauchte Augäpfel ließen nur einen Blick in meine Richtung erahnen, eher stierte eine Wucht aus Apathie durch mich hindurch, an mir vorbei und spieh Don's Aufmerksamkeit in die weiten Weiten des unfassbar mächtigen Sandkastens um uns herum. "Wieso diese Wüste? Ich meine wieso fuhren wir so lang nur um uns auf einen rostigen Krahn inmitten einer Wüste zu setzen?" Don zwinkerte kurz, breitete seine Arme aus und schloss seine trockenen Augen. "Kannst du irgendwo sonst weiter blicken, ohne den Weg von Hochhäusern versperrt zu bekommen? Wenn du nichts sagst, hörst du dann irgendwas? Geht es hier wirklich um dieses alte Metallkonstrukt inmitten einer Wüste oder eher um die Wüste an sich und den Krahn als einzigen Orientierungsort?" Und so saßen wir noch einige Stunden in Dons Wüste und schwiegen. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, das ein Vogel ganz nah an meinem Ohr vorbeiflog. Aber vielleicht war es auch bloß ein kleiner Windstoß der wollte, dass ich meine Aufmerksamkeit zurück auf das Nichts richte.
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Freitag, 11. Februar 2011
Dons Wüste
von
Herr Vegas
Augen auf. Einatmen. Noch einen Blick nach unten. Der Schwindel verflog langsam und ich konnte mich mit einer Hand von dem rostigen Metall lösen, welches einst eine angenehm gelbe Farbe besaß. Langsam drehte ich meinen Kopf rüber zu Don, der ganz beruhigt an einer weiteren rostigen Metallkonstruktion lehnte, den Kopf in den Nacken gelegt, mit einer Kippe im Mund. Um mich herum flimmerte es. Die Hitze war beachtlich für diese Uhrzeit. Die Erde unter uns war nur noch an wenigen Stellen von abgesengten Gras bewachsen, an den staubigen, wie rissiger Lehm erscheinenden Stellen, die bereits durch die Sonne abgebrannt waren, zogen sich kleine Canyons, die wie die Äste eines abgestorbenen Baums aussahen. Die in den Boden gezogenen Spuren unseres weißen Sprinters komplettierten den Millionen von Kilometern entfernt erscheinenden Boden zu einer seufzenden Leere, deren Schatten durch die Morgensonne eher wie utopische Wesen aussahen. "Hey Don?" - "Hm?" Er senkte seinen Kopf und kleine, in Rot getauchte Augäpfel ließen nur einen Blick in meine Richtung erahnen, eher stierte eine Wucht aus Apathie durch mich hindurch, an mir vorbei und spieh Don's Aufmerksamkeit in die weiten Weiten des unfassbar mächtigen Sandkastens um uns herum. "Wieso diese Wüste? Ich meine wieso fuhren wir so lang nur um uns auf einen rostigen Krahn inmitten einer Wüste zu setzen?" Don zwinkerte kurz, breitete seine Arme aus und schloss seine trockenen Augen. "Kannst du irgendwo sonst weiter blicken, ohne den Weg von Hochhäusern versperrt zu bekommen? Wenn du nichts sagst, hörst du dann irgendwas? Geht es hier wirklich um dieses alte Metallkonstrukt inmitten einer Wüste oder eher um die Wüste an sich und den Krahn als einzigen Orientierungsort?" Und so saßen wir noch einige Stunden in Dons Wüste und schwiegen. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, das ein Vogel ganz nah an meinem Ohr vorbeiflog. Aber vielleicht war es auch bloß ein kleiner Windstoß der wollte, dass ich meine Aufmerksamkeit zurück auf das Nichts richte.
Mittwoch, 12. Januar 2011
Tandemluftballong
von
Das Chris
So sitz ich hier also: Vier Biere und mehrere Schnäpse in der Birne, die Kopfhörer auf den Löffeln, voll aufgedreht, und fahr mir ne Mischung aus Chiptunes, Ambient, Trip-Hop und noch ein paar anderen Underground-Genres rein. Und dabei denke ich an Zeiten, die ich nie erlebt habe, an Momente, die ich so oft geträumt habe, immer in dem Wissen, dass sie an der Grenze zur Wirklichkeit sowieso abgewiesen werden würden und an Gefühle, die so intensiv sind, dass sie mich ganz sicher töten würden wenn ich sie in dieser echten Welt fühlen würde.
Wie von selbst bewegt sich mein Kopf im Groove, meine Augen sind zu, nur ab und an folgen sie meinen Fingern, die auf den schmutzig-weißen Tasten mit den halb verwischten Buchstaben umherhuschen. Ganz weit hinten in meinem Kopf ruft mir etwas zu, ich solle doch einfach so sitzen bleiben, für immer. Ich höre zu. Und immer mehr glaube ich diesem Geist, der mir eine bessere Welt verspricht, eine Welt in der Gefühle nicht durch die Watte der Träume gehen müssen um mein Herz zu finden...
Wie von selbst bewegt sich mein Kopf im Groove, meine Augen sind zu, nur ab und an folgen sie meinen Fingern, die auf den schmutzig-weißen Tasten mit den halb verwischten Buchstaben umherhuschen. Ganz weit hinten in meinem Kopf ruft mir etwas zu, ich solle doch einfach so sitzen bleiben, für immer. Ich höre zu. Und immer mehr glaube ich diesem Geist, der mir eine bessere Welt verspricht, eine Welt in der Gefühle nicht durch die Watte der Träume gehen müssen um mein Herz zu finden...
Freitag, 1. Oktober 2010
Antiquität: Der Narr
von
Das Chris
nur ein narr,
nur eine illusion,
eine täuschung
ohne weitere funktion
nur ein versuch
doch keine illusion,
keine täuschung
...
nur ein narr,
eine illusion
doch keine täuschung
denn er ist real...
gut oder schlecht
oder nur ein narr?
gut oder unrecht?
wirklich echt?
nur echt in der zeit
nicht im raum...
im traum?
der narr...
nur eine illusion,
eine täuschung
ohne weitere funktion
nur ein versuch
doch keine illusion,
keine täuschung
...
nur ein narr,
eine illusion
doch keine täuschung
denn er ist real...
gut oder schlecht
oder nur ein narr?
gut oder unrecht?
wirklich echt?
nur echt in der zeit
nicht im raum...
im traum?
der narr...
Samstag, 21. August 2010
Ode an die Einsamkeit
von
/root
Funkelnd standen die Sterne am Himmel - und ich blickte in die einsame schwarze Leere zwischen ihnen. Jedes mal, wenn ich in solchen klaren Nächten dort hinauf blickte, wurde mir die eigentliche Nichtigkeit und diese schiere sandkornartige Witzlosigkeit meiner Existenz bewußt. Jedoch war es dieses Mal anders. Keine Einsamkeit bedrückte mein Gemüt. Ich nahm eines der wenigen Male in meinem Leben diese Schönheit wahr.
Ich drückte die Einsamkeit, nahm sie fest in meine Arme. Ich streichelte sie und gab ihr einen Kuß. Sie schmiegte sich an mich, erwiderte diesen Kuß. In diesem Augenblick wurde mir klar, wie sehr ich an ihr Hing. Ich liebte sie. Und ich schloß sie noch fester in meine Arme, küßte sie erneut. Es war unbeschreiblich.
Niemals zuvor habe ich das Alleinsein so sehr genossen.
Ich drückte die Einsamkeit, nahm sie fest in meine Arme. Ich streichelte sie und gab ihr einen Kuß. Sie schmiegte sich an mich, erwiderte diesen Kuß. In diesem Augenblick wurde mir klar, wie sehr ich an ihr Hing. Ich liebte sie. Und ich schloß sie noch fester in meine Arme, küßte sie erneut. Es war unbeschreiblich.
Niemals zuvor habe ich das Alleinsein so sehr genossen.
Montag, 24. Mai 2010
Danke ...
von
/root
Hast du es?
Ja?
Fuck!
Nein!
Strahlend begräbt sich die Boshaftigkeit der Nichtssagung.
Ich liebe es.
Nein, eigentlich nicht.
Fragst du mich etwas?
Ja?
Frag nie wieder.
Ich hasse es.
Frag nicht mehr. Ich hab Kopfschmerzen von deinen Fragen. Frag einfach nicht mehr.
Du schaust mich an.
Was siehst du?
MICH!
Und sonst?
Ach dir geht es gut?
Mir nicht.
Frag weiter, du hörst ja nicht auf mich.
Fick dich!
Ja?
Fuck!
Nein!
Strahlend begräbt sich die Boshaftigkeit der Nichtssagung.
Ich liebe es.
Nein, eigentlich nicht.
Fragst du mich etwas?
Ja?
Frag nie wieder.
Ich hasse es.
Frag nicht mehr. Ich hab Kopfschmerzen von deinen Fragen. Frag einfach nicht mehr.
Du schaust mich an.
Was siehst du?
MICH!
Und sonst?
Ach dir geht es gut?
Mir nicht.
Frag weiter, du hörst ja nicht auf mich.
Fick dich!
Mittwoch, 12. Mai 2010
A.D.:X - My Sick Stick
von
Das Chris
Ich träume. Ich kann nicht aufwachen, aber ich weiß dass ich schlafe. Direkt vor meinen Augen geht ein Bus voller Menschen in Flammen auf. Einer der Cocktails hat ihn getroffen, weitere folgen. Durch die großen, schmutzigen Scheiben sehe ich schemenhafte Gestalten im inneren hin- und herhuschen, ihre Schreie höre ich nicht, es ist zu laut hier. Ich habe kein Mitleid mit den Gestalten dort drin, und nur ein wenig mit den Kindern, die weinend um den Feuerball herumstehen und zusehen, wie ihre Freunde, ihre Eltern und ihre Geschwister lebendig verbrennen. Ich tröste mich damit, dass die meisten von ihnen sowieso von diesem Wahnsinn befallen sind, der seit Jahren überall auf der Welt zu wüten scheint. Meine kleinen Hände greifen nach der Pistole, die in meinem Gürtel steckt. Sie ist mehr als doppelt so groß wie meine Handfläche, ich muss den Griff mit beiden Händen umfassen, um die Waffe sicher führen zu können. "Kein gutes Alter, um mit Schusswaffen und scharfer Munition zu hantieren." Ohne zu zögern richte ich den Lauf auf die Frau, die ihre Hand schon halb in meine Richtung ausgestreckt hat. Sie erstarrt mitten in der Bewegung, auf einmal zeichnet Angst ihre Gesichtszüge neu, Angst vor mir, einem Kind. Ich genieße den Anblick. Schon damals war Angst für mich der schönste Ausdruck auf einem Frauengesicht. Wortlos ziele ich über ihre Schulter hinweg auf einen dieser Wahnsinnigen, der auf uns zugestolpert kommt. Noch bevor die Frau sich umdrehen und ihre blutverschmierte Machete nach dem Angreifer schwingen kann, habe ich schon abgedrückt und der Kerl fällt wie ein Brett nach hinten um, regungslos. Die Angst im Blick der Frau wird noch intensiver, und ich weiß, dass sie im Moment mehr Angst vor mir hat, als vor den Infizierten. Ich genieße es, weide mich an dem Anblick eines hübschen, aber angstverzerrten Frauengesichtes.
Ich wache auf. Die Sonne geht gleich auf, aber ich will noch kurz hier liegen und das Bild dieser Frau betrachten, das noch immer auf meiner Netzhaut herumzuflimmern scheint. Meine Hose beult sich im Schrittbereich aus und scheint viel zu eng zu sein. "Du Psychopath", murmele ich in mich hinein und verpasse mir selbst eine heftige Ohrfeige...
Ich wache auf. Die Sonne geht gleich auf, aber ich will noch kurz hier liegen und das Bild dieser Frau betrachten, das noch immer auf meiner Netzhaut herumzuflimmern scheint. Meine Hose beult sich im Schrittbereich aus und scheint viel zu eng zu sein. "Du Psychopath", murmele ich in mich hinein und verpasse mir selbst eine heftige Ohrfeige...
Freitag, 30. April 2010
Einer von uns
von
/root
Atme.
Bewege dich.
Atme.
Tief ein und aus.
Öffne die Augen.
Langsam.
Es schmerzt etwas.
Schließe sie wieder.
Öffnen. Alles ist verschwommen.
- Wo bin ich? Wer bin ich? Wer sind Sie? Was mach ich hier?
- Ganz ruhig 20-34-78-10! Du bist nicht in Gefahr.
Tag 10.
Ich bin jetzt schon eine Weile hier und weiß bisher immer noch nicht, was ich hier mache und tue. Ich führe dieses Journal geheim. Es ist verboten Gedanken aufzuzeichnen, geschweige denn, welche zu haben.
Ich werde jetzt versuchen meine Eindrücke zu schildern; wer auch immer dies jemals lesen wird: Du solltest es auswendig lernen und dieses Pad so schnell es geht vernichten. Ich werde nun beginnen.
Vor zehn Tagen bin ich erwacht. Es war mitten auf der Straße. Sie haben mich mit einer Registriernummer angesprochen - niemand scheint einen eigenen Namen zu haben - und ich kannte keines ihrer Gesichter. Bisher konnte ich nicht viel erfahren.
Ich habe gesehen, was mit Menschen passiert die Fragen stellen.
Entschuldige bitte dieses Chaos in meinen Gedanken, aber es ist schwer sich zu konzentrieren, bei den Drogen die sie einem hier geben.
Wo war ich stehen geblieben?
Ach ja.
Ich bin dort also erwacht. Um mich herum waren vier Männer stehen geblieben. Alle trugen sie diese Grauen Uniformen und die vielen andren, die sich wie Ameisen im Gleichschritt bewegten und keinem individuellen Ziel folgten, trugen sie auch. Ihr Haar war bis auf die Kopfhaut heruntergeschnitten und jeder hatte diese kleine Ziffernfolge, bestehend aus vier Dezimalzahlen, auf der Schläfe.
Ich wußte nicht wo ich war, oder wer ich war. Ich stand auf und bedankte mich. Es war als wäre ich mitten auf der Straße zusammengebrochen.
Ich wollte sie fragen, wo ich hinzugehen habe, aber dann hatte ich das bestimmte Gefühl dies nicht zu tun. Ich ging weiter und beachtete sie nicht weiter; und sie taten das gleiche.
Tag 12.
Heute war ich in einer brenzligen Situation. Kann nicht viel darüber berichten.
Oh scheiße. Ich muß aufhören.
Tag 12, später.
Ich hab Glück gehabt. Sie haben nichts gemerkt.
Gestern habe ich erfahren wie man Leute wie mich nennt. Wir sind Erwachte. Was auch immer das bedeuten soll. Ich muß gleich zur Arbeit gehen.
Tag 12, abends.
Ich weiß nicht genau was geschehen ist. Ich war auf der Arbeit und verrichtete meine Aufgabe. Ich muß dort eine große Maschine mit einem Fließband und vielen riesigen Hämmern bedienen.
Jemand muß mich gestoßen haben. Oder war es ein Unfall? Ich bin über die Brüstung gefallen und auf dem Fließband aufgewacht. Ich konnte den Hämmern ausweichen und gelangte am Ende des Bandes in eine große Halle, die ich zu erkunden begann, aber ich konnte nichts finden.
Mit einem mal bin ich durch den Boden gebrochen und bin hier gelandet. In diesem Labyrinth. Seit langer zeit schon irre ich hier umher. Ich werde mir jetzt einen Schlafplatz suchen.
Tag 14.
Ich bin nun seit zwei Tagen hier.
Ich finde nicht mehr heraus. Heute habe ich etwas schönes gesehen. Ganz hoch über mir war es blau und ein strahlend helles Licht schien dort oben. Ich weiß nicht was es war, aber als ich an eine zerbrochene Glasscheibe gelangte war ich wie gebannt. Wasser lief daran herunter, es schien von dort oben zu kommen, wo das helle Licht schien. Das Licht glitzerte und glänzte in dem Wasser. Es war wunderschön und so faszinierend, daß ich es bestimmt eine halbe Ewigkeit angestarrt habe.
Tag 15.
Etwas seltsames geschieht. Ich nehme es auf.
Nummer 20-34-78-10 bewegte sich weg von seinem Pad. er stand inmitten der hell erleuchteten Halle. Ein seltsames Gemurmel war zu vernehmen und es wurde lauter. Er stand dort und tippte von einem Fuß auf den anderen.
Schattengestalten kamen aus den ecken hervor.
Sie waren es, die diese Laute von sich gaben, die nun langsam aber sicher sich zu Worten formten.
"Einer von UNS! ..."
Eine Gestalt löste sich aus der Gruppe und legte Nummer 20-34-78-10 eine Decke um die schultern.
"Komm mit, mein Sohn. Wir haben viel zu bereden."
Bewege dich.
Atme.
Tief ein und aus.
Öffne die Augen.
Langsam.
Es schmerzt etwas.
Schließe sie wieder.
Öffnen. Alles ist verschwommen.
- Wo bin ich? Wer bin ich? Wer sind Sie? Was mach ich hier?
- Ganz ruhig 20-34-78-10! Du bist nicht in Gefahr.
Tag 10.
Ich bin jetzt schon eine Weile hier und weiß bisher immer noch nicht, was ich hier mache und tue. Ich führe dieses Journal geheim. Es ist verboten Gedanken aufzuzeichnen, geschweige denn, welche zu haben.
Ich werde jetzt versuchen meine Eindrücke zu schildern; wer auch immer dies jemals lesen wird: Du solltest es auswendig lernen und dieses Pad so schnell es geht vernichten. Ich werde nun beginnen.
Vor zehn Tagen bin ich erwacht. Es war mitten auf der Straße. Sie haben mich mit einer Registriernummer angesprochen - niemand scheint einen eigenen Namen zu haben - und ich kannte keines ihrer Gesichter. Bisher konnte ich nicht viel erfahren.
Ich habe gesehen, was mit Menschen passiert die Fragen stellen.
Entschuldige bitte dieses Chaos in meinen Gedanken, aber es ist schwer sich zu konzentrieren, bei den Drogen die sie einem hier geben.
Wo war ich stehen geblieben?
Ach ja.
Ich bin dort also erwacht. Um mich herum waren vier Männer stehen geblieben. Alle trugen sie diese Grauen Uniformen und die vielen andren, die sich wie Ameisen im Gleichschritt bewegten und keinem individuellen Ziel folgten, trugen sie auch. Ihr Haar war bis auf die Kopfhaut heruntergeschnitten und jeder hatte diese kleine Ziffernfolge, bestehend aus vier Dezimalzahlen, auf der Schläfe.
Ich wußte nicht wo ich war, oder wer ich war. Ich stand auf und bedankte mich. Es war als wäre ich mitten auf der Straße zusammengebrochen.
Ich wollte sie fragen, wo ich hinzugehen habe, aber dann hatte ich das bestimmte Gefühl dies nicht zu tun. Ich ging weiter und beachtete sie nicht weiter; und sie taten das gleiche.
Tag 12.
Heute war ich in einer brenzligen Situation. Kann nicht viel darüber berichten.
Oh scheiße. Ich muß aufhören.
Tag 12, später.
Ich hab Glück gehabt. Sie haben nichts gemerkt.
Gestern habe ich erfahren wie man Leute wie mich nennt. Wir sind Erwachte. Was auch immer das bedeuten soll. Ich muß gleich zur Arbeit gehen.
Tag 12, abends.
Ich weiß nicht genau was geschehen ist. Ich war auf der Arbeit und verrichtete meine Aufgabe. Ich muß dort eine große Maschine mit einem Fließband und vielen riesigen Hämmern bedienen.
Jemand muß mich gestoßen haben. Oder war es ein Unfall? Ich bin über die Brüstung gefallen und auf dem Fließband aufgewacht. Ich konnte den Hämmern ausweichen und gelangte am Ende des Bandes in eine große Halle, die ich zu erkunden begann, aber ich konnte nichts finden.
Mit einem mal bin ich durch den Boden gebrochen und bin hier gelandet. In diesem Labyrinth. Seit langer zeit schon irre ich hier umher. Ich werde mir jetzt einen Schlafplatz suchen.
Tag 14.
Ich bin nun seit zwei Tagen hier.
Ich finde nicht mehr heraus. Heute habe ich etwas schönes gesehen. Ganz hoch über mir war es blau und ein strahlend helles Licht schien dort oben. Ich weiß nicht was es war, aber als ich an eine zerbrochene Glasscheibe gelangte war ich wie gebannt. Wasser lief daran herunter, es schien von dort oben zu kommen, wo das helle Licht schien. Das Licht glitzerte und glänzte in dem Wasser. Es war wunderschön und so faszinierend, daß ich es bestimmt eine halbe Ewigkeit angestarrt habe.
Tag 15.
Etwas seltsames geschieht. Ich nehme es auf.
Nummer 20-34-78-10 bewegte sich weg von seinem Pad. er stand inmitten der hell erleuchteten Halle. Ein seltsames Gemurmel war zu vernehmen und es wurde lauter. Er stand dort und tippte von einem Fuß auf den anderen.
Schattengestalten kamen aus den ecken hervor.
Sie waren es, die diese Laute von sich gaben, die nun langsam aber sicher sich zu Worten formten.
"Einer von UNS! ..."
Eine Gestalt löste sich aus der Gruppe und legte Nummer 20-34-78-10 eine Decke um die schultern.
"Komm mit, mein Sohn. Wir haben viel zu bereden."
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