Sind wir denn nicht alle nur so etwas wie diese eigenartigen Hüllen, welche um die Zigarren sind, um sie aufzubewahren? Um irgendetwas in uns frisch zu halten, das es nicht verfällt? Wir klammern uns an den Gedanken, das der Inhalt so lang wie möglich erhalten bleibt, jedoch sind wir, wie eben schon erwähnt, die rostende Hülle und das Klammern und Krebsen bringt gar nichts, denn die Verpackung verfällt und wird dann irgendwann von der Tabakwarenhändlerin weggeworfen.
Als ich meinen Kopf aus dem heruntergelassenen Fenster strecke, um einen Atemzug dieser Nachtluft zu inhalieren, tropfen mir die ersten, sporadisch fallenden Regentropfen dieses angebrochenen und angekotzten Morgens auf die Stirn und scheinen direkt auf meinem Gesicht zu versieden. Überhitzt, übernachtet, überlebt, einfach nur überallest. Ich drücke mit einer fast schon paranoiden Agression den Fensterheber und die Scheibe fährt mit der Gemütsruhe eines Rentners nach oben. In mir brodeln die letzten Spuren der vergangenen Nacht, mein Magen weist ein, durch zu viel Druckbetankung resultierendes Völlegefühl vor und in meinem Gaumen hat sich ein nicht wegspülbarer Restgeschmack des Speeds breitgemacht. Ich beuge, einer Kotzbewegung ähnlich, meinen Oberkörper in Richtung Fußraum und suche in meinem Rucksack nach der einen verbleibenden Flasche Bier. Die Gelenke meines rechten Mittelfingers bluten, da ich den ganzen Abend die Flaschen mit dem dort befindlichen Ring öffnete. So auch jetzt. Der herbe Geschmack dieses Gesöffs komplettiert den Ekel in meinem Mundraum, dennoch behalte ich die überteuerten Getränke inne.
Wer zur Hölle spielt in diesem Moment Passenger von den Deftones? Wieso macht der Fahrer so etwas? Und allgemein, warum schweigt er? Und die wichtigste aller Fragen: warum hab ich sie heute Nacht gehen gelassen?
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Sonntag, 22. Mai 2011
Samstag, 19. Februar 2011
Chipgesteuert
von
/root
„Künstliche Intelligenzen kontrollieren mittlerweile die Welt, Alter. Hier, ehmn, ich mein Google und so. Weißte? Die vermitteln uns gefiltert irgendwelche Informationen. Alles mit dem Ziel uns durch Input zu beherrschen. Das weiß nur keiner. Aber selbst unsere Regierung wurde schon durch Computer ersetzt.“ Soma redete ununterbrochen und scheinbar sogar ohne Luft zu holen.
„Ok.“ sagte ich kurz und wand mich wieder meinem Drink zu.
„Irgendwann sieht's hier aus wie in der Matrix.“ fuhr er fort. „Du mußt dir das so vorstellen. Erst kommt diese Terminator-Scheiße und dann Matrix. Wenn du verstehst was ich meine. Diese Computer haben sicher so ein Programm um heraus zu finden, wie man die Menschheit vor der sicheren Selbstzerstörung rettet und das einzig schlüssige Ergebnis, das die erhalten werden, wird sein, daß man die Menschheit nur retten kann wenn man sie auf einen kontrollierbaren Status setzt. Was wiederum Populationsreduktion und nutzviehartige Haltung der übrigen beinhaltet. Das ist alles viel zu realistisch um ein Fake zu sein. Wer weiß schon, ob wir nicht bereits in der Matrix leben und wir wissen es gar nicht da um uns herum eine Perfekte Simulation des angehenden einundzwanzigsten Jahrhunderts aufgebaut ist.“
Soma konnte einfach nicht aufhören, aber ich hörte ihm gern zu wenn er von solchen Sachen sprach.
„Dude, wer weiß? Vielleicht bist du Neo. Immerhin kannst du ja gut mit normalen Computern umgehen.“ sagte er nach einer kurzen Pause.
Ich streckte mich, murmelte ein „Vielleicht.“ und begann mir selbst etwas den Nacken zu massieren. „Sag mal, rein hypothetisch gesehen: Wenn ich jetzt Neo wär. Dann würde ja auch die scharfe Trinity auf der andren Seite warten, wa?“
„Hmn. Eigentlich schon.“
In diesem Moment vibrierte mein Handy. Ich bekam eine SMS von einer unbekannten Nummer: „Folge dem weißen Hasen!“
„Ok.“ sagte ich kurz und wand mich wieder meinem Drink zu.
„Irgendwann sieht's hier aus wie in der Matrix.“ fuhr er fort. „Du mußt dir das so vorstellen. Erst kommt diese Terminator-Scheiße und dann Matrix. Wenn du verstehst was ich meine. Diese Computer haben sicher so ein Programm um heraus zu finden, wie man die Menschheit vor der sicheren Selbstzerstörung rettet und das einzig schlüssige Ergebnis, das die erhalten werden, wird sein, daß man die Menschheit nur retten kann wenn man sie auf einen kontrollierbaren Status setzt. Was wiederum Populationsreduktion und nutzviehartige Haltung der übrigen beinhaltet. Das ist alles viel zu realistisch um ein Fake zu sein. Wer weiß schon, ob wir nicht bereits in der Matrix leben und wir wissen es gar nicht da um uns herum eine Perfekte Simulation des angehenden einundzwanzigsten Jahrhunderts aufgebaut ist.“
Soma konnte einfach nicht aufhören, aber ich hörte ihm gern zu wenn er von solchen Sachen sprach.
„Dude, wer weiß? Vielleicht bist du Neo. Immerhin kannst du ja gut mit normalen Computern umgehen.“ sagte er nach einer kurzen Pause.
Ich streckte mich, murmelte ein „Vielleicht.“ und begann mir selbst etwas den Nacken zu massieren. „Sag mal, rein hypothetisch gesehen: Wenn ich jetzt Neo wär. Dann würde ja auch die scharfe Trinity auf der andren Seite warten, wa?“
„Hmn. Eigentlich schon.“
In diesem Moment vibrierte mein Handy. Ich bekam eine SMS von einer unbekannten Nummer: „Folge dem weißen Hasen!“
Sonntag, 13. Februar 2011
ein Vergleich.
von
Herr Vegas
"Nungut ich sitze letzten Sonntag in meinem Zimmer. Kam halt grad von einer Party und wieso nicht noch mit Mucke und Restalk zudröhnen? So einen Tag zu beginnen ist doch gar nicht mal schlecht. Auf jeden Fall habe ich das Gefühl eine Rauchen gehen zu müssen und latsche also vor die Tür. Dort sitzt meine Katze vor einem Schneeberg und schaut in ein Loch, was ich mal vor ein, zwei Tagen da reingepisst habe. Ich frage sie also in meinem Suff: 'Katze, warum wartest du dort auf eine Maus, die sowieso nie kommen wird?' Und dann halte ich inne und lege so symbolisch meine Ohren an. Genauso wie meine Katze eben. Und frage mich einfach den gleichen Scheiß wie die Frage, die ich meiner Katze in dem Moment stellte. Wieso warte ICH auf eine 'Maus', die eh nie kommen wird? Das hat mich unglaublich fertig gemacht, wisst ihr?"
Ich nippte stumm an meinem Mischgetränk und tracs sagte sowas wie "Hast du meine Autoschlüssel gesehen?" Also machten wir uns auf die Suche nach seiner Hose und verließen nach kurzer Zeit die Party. Auf dem Weg zu seinem Passat lief uns eine getigerte Katze über den Weg und ich fragte mich still "Wo willst du hin, Katze? Was ist dein Ziel?"
Ich nippte stumm an meinem Mischgetränk und tracs sagte sowas wie "Hast du meine Autoschlüssel gesehen?" Also machten wir uns auf die Suche nach seiner Hose und verließen nach kurzer Zeit die Party. Auf dem Weg zu seinem Passat lief uns eine getigerte Katze über den Weg und ich fragte mich still "Wo willst du hin, Katze? Was ist dein Ziel?"
Sonntag, 12. Dezember 2010
Sieh nicht weg ...
von
/root
Wir leben um zu genießen. Klangwelten wachsen wie Blumen in unsere Hirne hinein, breiten sich aus und tropfen mit der Zähigkeit von Honig über den Rand der Erdscheibe. Flach wie eine Briefmarke aus dem Album des Großvaters, stößt dein Atem nach außen in die kalte klare Winterluft. Du spürst den frisch gefallenen Schnee zwischen deinen frierenden Zehen hindurchquellen, als du einen Schritt nach vorn machst. Du spürst wie er schmilzt und das Wasser wieder an deinen Füßen herab sickert um auf dem eisigen Boden erneut zu gefrieren.
Der Baum neben dir, er atmet. Er lebt und sucht nach dir. Sein Geäst, nach unten gezogen vom Gewicht der weißen Massen, streift deine Schultern. Du schaust ihn an, berührst seine knorrige, faltige und rissige Haut mit deiner Hand – mit der freien Hand, denn in der anderen hältst du dein Leben; fest umklammert mit deinen dünnen weißen Fingern.
Ein Blick nach oben. Eine Krähe hatte soeben gerufen und fliegt nun gen Horizont. Du schaust ihr noch eine Weile nach, bis sie ganz verschwunden ist in dem leichten Dunst fernen Hochnebels.
Ein weiterer Schritt vorwärts, deine Hand läßt ab von der Haut des Baumes und hinterläßt lediglich einen purpurnen Abdruck.
In Erinnerung an eine Freund.
Der Baum neben dir, er atmet. Er lebt und sucht nach dir. Sein Geäst, nach unten gezogen vom Gewicht der weißen Massen, streift deine Schultern. Du schaust ihn an, berührst seine knorrige, faltige und rissige Haut mit deiner Hand – mit der freien Hand, denn in der anderen hältst du dein Leben; fest umklammert mit deinen dünnen weißen Fingern.
Ein Blick nach oben. Eine Krähe hatte soeben gerufen und fliegt nun gen Horizont. Du schaust ihr noch eine Weile nach, bis sie ganz verschwunden ist in dem leichten Dunst fernen Hochnebels.
Ein weiterer Schritt vorwärts, deine Hand läßt ab von der Haut des Baumes und hinterläßt lediglich einen purpurnen Abdruck.
In Erinnerung an eine Freund.
Mittwoch, 29. September 2010
Diese Situation
von
Herr Vegas
Diese Situation ist schon recht kompiziert, paradox, wenn nicht sogar total furchtbar. Kurze Momentbeschreibung? Man selbst, also in diesem Sinne ich, sitzt/liegt in einer verhältnissmäßig gut bekannten Wohung. Die Party war gut, das Gras hat gut gezogen, der Alkohol bahnt sich noch immer die Wege Richtung Kopf, doch die Emotionen itself, die kann man einfach nicht verrauchen oder vetrinken. Die lösen sich nicht auf. Die sind einfach da und man begreift nicht, wie man einen Heulkrampf vor allen bekommen kann, obwohl man nicht alleine, sondern mit zwei Mädels in einem Zimmer liegt. Nun, eine einfach zu beantwortende Frage: beide sind dem Schlaf verfallen. Vielleicht auch ganz gut so, sonst würde jeder die Memme sehen, die nachts um halb vier so etwas in die Tasten hämmert, um Kopfschmutz wegzuwischen. U2 mit "with or without you" sind nicht förderlich für diese Situation. Ich habe schon oft über erdrückende Gedanken geschrieben, daher eine Erklärung, welche auf die gegenwärtige Situation passt. Stellen Sie sich vor Ihr Kopf sei eine Flasche. Und die Gedanken sind kleine Schnapsgläser, die da hineingefüllt werden. So ein kleines Schnäppschen ist nicht schwer, doch je größer die Flasche ist, desto schwerer wird sie letzten Endes insgesamt. Wenn jetzt auch noch jede hineingekippte Flüssigkeit eine eigene Dichte hätte, sodass man sehen könnte, wie es geschichtet ist, so hat man ein Komplettbild an Gedanken, aber niemals den Anfang für alles. Klar könnte man unten anfangen. Oder direkt am Flaschenhals. Aber das würde nicht die Gesamtheit erfassen. Die Gesamtheit der Schichten lässt bei der GESAMTEN Betrachtung allerdings auch keine Zusammenhänge zu, sodass man letztlich total überfordert ist und mit einem V+ Energy einfach nur schweigend aufgibt. Zu viele Netze. Zu wenig Zusammenhang.
Zu
viele
Gedanken.
Zu
wenig
Kraft.
Ich zünde mit meinem Zippo einen Kopf aus der grellgrünen Acrylbong und fange an das Skalpell aus meinem Rucksack herauszusuchen.
Zu
viele
Gedanken.
Zu
wenig
Kraft.
Ich zünde mit meinem Zippo einen Kopf aus der grellgrünen Acrylbong und fange an das Skalpell aus meinem Rucksack herauszusuchen.
Samstag, 21. August 2010
Ode an die Einsamkeit
von
/root
Funkelnd standen die Sterne am Himmel - und ich blickte in die einsame schwarze Leere zwischen ihnen. Jedes mal, wenn ich in solchen klaren Nächten dort hinauf blickte, wurde mir die eigentliche Nichtigkeit und diese schiere sandkornartige Witzlosigkeit meiner Existenz bewußt. Jedoch war es dieses Mal anders. Keine Einsamkeit bedrückte mein Gemüt. Ich nahm eines der wenigen Male in meinem Leben diese Schönheit wahr.
Ich drückte die Einsamkeit, nahm sie fest in meine Arme. Ich streichelte sie und gab ihr einen Kuß. Sie schmiegte sich an mich, erwiderte diesen Kuß. In diesem Augenblick wurde mir klar, wie sehr ich an ihr Hing. Ich liebte sie. Und ich schloß sie noch fester in meine Arme, küßte sie erneut. Es war unbeschreiblich.
Niemals zuvor habe ich das Alleinsein so sehr genossen.
Ich drückte die Einsamkeit, nahm sie fest in meine Arme. Ich streichelte sie und gab ihr einen Kuß. Sie schmiegte sich an mich, erwiderte diesen Kuß. In diesem Augenblick wurde mir klar, wie sehr ich an ihr Hing. Ich liebte sie. Und ich schloß sie noch fester in meine Arme, küßte sie erneut. Es war unbeschreiblich.
Niemals zuvor habe ich das Alleinsein so sehr genossen.
Donnerstag, 15. Juli 2010
Reisebericht eines Trippers - β
von
Herr Vegas
Nimm den geilsten Sternenhimmel, den DU jemals sahst. Nein, nicht nur den, den DU jemals sahst sondern auch den, den DU dir immer vorstelltest. Kein Wolkenverhangener Scheißhaufen aus weit entfernten Heliumklumpe sondern ein Himmel in dem DU jede einzelne Faser der Milchstraße erkennst. In dem DU alle Sterne gen eines riesigen Zentrums tanzen siehst. Hast DU das Bild? Dann öffne DEINE Augen wieder und lasse den wirklichen Himmel hinein. Lasse die Sonnen in DEINE Netzhaut einbrennen wie auszudrückende Zigarettenstummel am Unterarm eines borderlinegestörten Mädchens. Atme tief, spüre den Hauch der Einsamkeit während DEINE Bronchien mit der auf etwa Zimmertemperatur befindlichen Atemsubstanz der nächtlichen Umwelt vertraut gemacht werden. Ein minimaler Beigeschmack der DEINEN Rezeptoren in den hintersten Winkeln eine Assoziation zu dem Geschmack von Wassermelonen, wie aus einem Jahrtausende versunkenen Majagrab aushebt. Halte die Luft an, behalte das Gefühl der Nachtluft in DEINEN Arterien, Venen, Drüsen, Leitern, Synapsen bis der Druck DEINES Brustkorbes DICH wieder zum Ausatmen zwingt. Nun öffne DEINE Augen richtig und erblicke das Superlativ aller jemals gesehenen Nachthimmel umringt von den, sich im Atem Gottes windenden Ästen der Kastanienbäume und werde DIR dessen bewusst, dass sie dort im schwarzen Zentrum der Unendlichkeit haften bleiben anstatt herunterzustürzen, um dich mit der schützenden Wärme und des weisen Lichts eines tanzenden Sterns zu umgarnen. Balle DEINE Faust aif dem Boden, der mit Gras überzogen ist und spüre das Leben, das KA in diesen von Gaja gegebenen Konstrukten. Ein Zwinkern jedoch löscht DEINEN Augenblicj aus, da die von Tränen verwaschenen Augen nur eine Matrix aus verschwommenen Lichtpunkten zurücklassen und deine Gedanken kräuseln sich und steigen empor in die nichtssagende Leere eines Grundstücks, welches von der mysteriösen Kuppel überdacht ist. DEINE Knochen und Gelenke bringen DICH widerwilig auf die Beine und DEIN Bewusstsein steuert DICH zurück auf die einzig greifbare Lichtquelle, welche vom matten Schein einer Glühbirne ihre Materialisierung findet.
Montag, 24. Mai 2010
Warum nur?
von
/root
"Liebst du mich?"
Ich schaute sie an. Tränen in den Augen. Sie brennen wie Shampoo.
"Ja, schon."
Ich glaubte es ihr nicht.
"Wirklich?"
"Ja."
Sie drückte mich. Doch warum glaubte ich ihr nicht?
Auf der Bühne spielte Exxasens. Mira Mama.
Ich mußte immer noch Weinen. Ich kann es nicht leiden, wenn ich das muß. Ich nahm sie in den Arm, obwohl ich ihr nicht glaubte, aber ich liebte sie und das war für mich entscheidend. Aber warum glaubte ich ihr nicht? Warum?
Sie sah mich mit ihren großen Augen an. Ich sah das glitzern ihrer Tränen. Weinte sie wegen mir?
Ich weiß es nicht.
Ich drückte sie fest an mich, sog ihren Duft ein. Es könnte das letzte mal sein, daß ich es roch.Warum? Ich wußte es immer noch nicht und sollte es auch später nicht erfahren. Aber ich liebte sie.
Fuck, was ist nur los? schoß es mir durch den Kopf. Ich drückte sie fester an mich, weinte weiter und bekam mich nicht mehr zusammen, atmete schwer. Es war wie auf dem Weg, den ich heute früh ging. Bahnhof Gmünd. Dann gerade aus. Rechts abbiegen. Anschließend links. Dann wieder rechts. Goethestraße entlang. Immer Trauer. Sie hat mich empfangen. Alles war toll. Wunderbar. Und nun? Ich mußte weinen und haßte meine Tränen, haßte meine Emotion.
Sie sah mich wieder an. Ich blickte durch den Tränenschleier zurück. Fuck, warum liebte ich sie? Es tat einfach nur noch weh. Im Kopf. Im Bauch. In den Knochen. Überall.
Drück mich noch einmal, dachte ich. Einmal nur noch.
Was ist nur los?
Ich schaute sie an. Tränen in den Augen. Sie brennen wie Shampoo.
"Ja, schon."
Ich glaubte es ihr nicht.
"Wirklich?"
"Ja."
Sie drückte mich. Doch warum glaubte ich ihr nicht?
Auf der Bühne spielte Exxasens. Mira Mama.
Ich mußte immer noch Weinen. Ich kann es nicht leiden, wenn ich das muß. Ich nahm sie in den Arm, obwohl ich ihr nicht glaubte, aber ich liebte sie und das war für mich entscheidend. Aber warum glaubte ich ihr nicht? Warum?
Sie sah mich mit ihren großen Augen an. Ich sah das glitzern ihrer Tränen. Weinte sie wegen mir?
Ich weiß es nicht.
Ich drückte sie fest an mich, sog ihren Duft ein. Es könnte das letzte mal sein, daß ich es roch.Warum? Ich wußte es immer noch nicht und sollte es auch später nicht erfahren. Aber ich liebte sie.
Fuck, was ist nur los? schoß es mir durch den Kopf. Ich drückte sie fester an mich, weinte weiter und bekam mich nicht mehr zusammen, atmete schwer. Es war wie auf dem Weg, den ich heute früh ging. Bahnhof Gmünd. Dann gerade aus. Rechts abbiegen. Anschließend links. Dann wieder rechts. Goethestraße entlang. Immer Trauer. Sie hat mich empfangen. Alles war toll. Wunderbar. Und nun? Ich mußte weinen und haßte meine Tränen, haßte meine Emotion.
Sie sah mich wieder an. Ich blickte durch den Tränenschleier zurück. Fuck, warum liebte ich sie? Es tat einfach nur noch weh. Im Kopf. Im Bauch. In den Knochen. Überall.
Drück mich noch einmal, dachte ich. Einmal nur noch.
Was ist nur los?
Danke ...
von
/root
Hast du es?
Ja?
Fuck!
Nein!
Strahlend begräbt sich die Boshaftigkeit der Nichtssagung.
Ich liebe es.
Nein, eigentlich nicht.
Fragst du mich etwas?
Ja?
Frag nie wieder.
Ich hasse es.
Frag nicht mehr. Ich hab Kopfschmerzen von deinen Fragen. Frag einfach nicht mehr.
Du schaust mich an.
Was siehst du?
MICH!
Und sonst?
Ach dir geht es gut?
Mir nicht.
Frag weiter, du hörst ja nicht auf mich.
Fick dich!
Ja?
Fuck!
Nein!
Strahlend begräbt sich die Boshaftigkeit der Nichtssagung.
Ich liebe es.
Nein, eigentlich nicht.
Fragst du mich etwas?
Ja?
Frag nie wieder.
Ich hasse es.
Frag nicht mehr. Ich hab Kopfschmerzen von deinen Fragen. Frag einfach nicht mehr.
Du schaust mich an.
Was siehst du?
MICH!
Und sonst?
Ach dir geht es gut?
Mir nicht.
Frag weiter, du hörst ja nicht auf mich.
Fick dich!
Damn!
von
/root
"Ich kann solche billigen Huren echt nicht leiden!"
Ich stimmte Liz zu. Diese Schlampe hatte uns den gesamten Abend verdorben. Wir wollten leben und das Leben genieße und dann kam uns doch tatsächlich diese Fotze unter die Augen. Sie hat nur Scheiße gelabert. Liz meinte nur "Laß uns!" und sie war abgedampft.
Trotz allem war unser Abend nun für'n Sack und wir grämten uns des derweil ungenießbaren Bieres. Ich schaute Liz an und sie mich.
"Wolf," begann sie. "Ich will woanders hin."
Ich nickte ließ das goldene Etwas, das man in diesem Lokal wohl Bier nannte meine Kehle hinab fließen, bevor wir uns in den kleinen roten Corsa setzten.
Kuppeln, anfahren, auf!
Im CD-Player lag Internal Suffering und Liz war glücklich damit. Sie trank ihr Wicküler und gab mir die Flasche. Mir war es grad egal ob ich beim Fahren soff. Hauptsache woanders hin.
"Frankfurt?" fragte ich.
"Auf jeden Fall!" kam die Antwort.
"Wohin?"
"Nachtleben zum Kaffee, Speak Easy für's Bier."
"Klingt gut!"
Also fuhren wir Richtung Frankfurt. Ich hielt meine Augen auf der Straße und merkte nur beiläufig, daß Liz mich die ganze Zeit beobachtete.
"Ich hab dich echt lieb!" sagte sie mit einem mal.
Ich schaute kurz zu ihr, drückte mit meiner Rechten ihre Schulter. "Ich dich auch."
Frankfurt. Ankunft.
Die Konstabler Wache war überfüllt mit Gesocks. Ich hasste es, aber ließ mir nichts anmerken. Alle zwei Sekunden sprachen uns irgendwelche Kanacken an, ob wir nicht etwas kaufen wöllten. Ich hasse Drogen, und ich wollte nichts kaufen.
Endlich waren wir im Nachtleben.
"Zwei Kaffee."
Das sollte reichen.
Ich sah Liz an. Sie schien sichtlich entspannter und ich freute mich darüber.
"Sag mal," sagte sie. "Warum werden wir hier eigentlich ständig von diesen Wichsern angelabert?"
"Liegt vielleicht an meinen Haaren." sagte ich und lachte.
Vielleicht war es wirklich so, - ich wußte es nicht.
"Wolf?"
"Ja?"
"Warum mag ich dich so?"
Ich war perplex. Was sollte das jetzt?
"Ich weiß es nicht. Liegt es an meinem Aussehen?"
"Nein."
Ich schaute sie an und wurde stutziger.
"Ich glaub es liegt an deiner Direktheit."
"Danke."
Sie strahlte, beugte sich herüber und gab mir einen Kuß auf die Wange.
"Du bist der Wahnsinn!" flößte sie mir dann direkt ins Ohr.
Wir tranken unseren Kaffee aus und begaben uns per Pedes ins Speak Easy um nochmal gehörig ein paar Biere zu trinken.
Ich stimmte Liz zu. Diese Schlampe hatte uns den gesamten Abend verdorben. Wir wollten leben und das Leben genieße und dann kam uns doch tatsächlich diese Fotze unter die Augen. Sie hat nur Scheiße gelabert. Liz meinte nur "Laß uns!" und sie war abgedampft.
Trotz allem war unser Abend nun für'n Sack und wir grämten uns des derweil ungenießbaren Bieres. Ich schaute Liz an und sie mich.
"Wolf," begann sie. "Ich will woanders hin."
Ich nickte ließ das goldene Etwas, das man in diesem Lokal wohl Bier nannte meine Kehle hinab fließen, bevor wir uns in den kleinen roten Corsa setzten.
Kuppeln, anfahren, auf!
Im CD-Player lag Internal Suffering und Liz war glücklich damit. Sie trank ihr Wicküler und gab mir die Flasche. Mir war es grad egal ob ich beim Fahren soff. Hauptsache woanders hin.
"Frankfurt?" fragte ich.
"Auf jeden Fall!" kam die Antwort.
"Wohin?"
"Nachtleben zum Kaffee, Speak Easy für's Bier."
"Klingt gut!"
Also fuhren wir Richtung Frankfurt. Ich hielt meine Augen auf der Straße und merkte nur beiläufig, daß Liz mich die ganze Zeit beobachtete.
"Ich hab dich echt lieb!" sagte sie mit einem mal.
Ich schaute kurz zu ihr, drückte mit meiner Rechten ihre Schulter. "Ich dich auch."
Frankfurt. Ankunft.
Die Konstabler Wache war überfüllt mit Gesocks. Ich hasste es, aber ließ mir nichts anmerken. Alle zwei Sekunden sprachen uns irgendwelche Kanacken an, ob wir nicht etwas kaufen wöllten. Ich hasse Drogen, und ich wollte nichts kaufen.
Endlich waren wir im Nachtleben.
"Zwei Kaffee."
Das sollte reichen.
Ich sah Liz an. Sie schien sichtlich entspannter und ich freute mich darüber.
"Sag mal," sagte sie. "Warum werden wir hier eigentlich ständig von diesen Wichsern angelabert?"
"Liegt vielleicht an meinen Haaren." sagte ich und lachte.
Vielleicht war es wirklich so, - ich wußte es nicht.
"Wolf?"
"Ja?"
"Warum mag ich dich so?"
Ich war perplex. Was sollte das jetzt?
"Ich weiß es nicht. Liegt es an meinem Aussehen?"
"Nein."
Ich schaute sie an und wurde stutziger.
"Ich glaub es liegt an deiner Direktheit."
"Danke."
Sie strahlte, beugte sich herüber und gab mir einen Kuß auf die Wange.
"Du bist der Wahnsinn!" flößte sie mir dann direkt ins Ohr.
Wir tranken unseren Kaffee aus und begaben uns per Pedes ins Speak Easy um nochmal gehörig ein paar Biere zu trinken.
Donnerstag, 6. Mai 2010
24
von
/root
24. Vierundzwanzig. Scheiße, war es wirklich schon so viel?
Ich saß mit dem Rücken zur Wand in mehr als einer Hinsicht, dachte darüber nach und hörte The 69 Eyes.
I don't wanna see you cryin' little angel on my shoulder
I wanna see you flyin' back to heaven, where you belong
Liz lag da, ihren Kopf in meinen Schoß gekuschelt und ich kraulte ihren Nacken, spielte mit ihrem Haar. Doch die Gedanken ließen mich nicht in Ruhe, zwangen mich wach zu bleiben. Was hab ich erreicht? Mittelmäßige Schriftstellerei für einen elitär wirkenden kleinen Kreis an Verstehenden.
Was noch? Mehr gsoffen als alle anderen. Einige Jobs in den Sand gesetzt. Mehr Scheiße gebaut als andere in meinem Alter.
Ich war froh, daß sie da lag. Ich war drauf und dran aufzustehen und dieses verdammte scheiß Metallstück zu suchen - wollte es aber eigentlich auch nicht. Ich haßte es doch irgendwie mein Blut zu sehen, auch wenn es eine kurzzeitige, beinahe rauschartige, Befriedigung erzeugte. Besonders dieses pulsierende Gefühl, diese wahnsinnige Erleichterung; es schrie nach mir. Ich drückte mir imaginäre Hände auf imaginäre Ohren, um diese Stimme nicht mehr zu hören, während ich mit meiner Hand langsam Liz' glatten, ebenen Rücken entlang fuhr.
Sie bewegte sich, stöhnte leicht und erwachte ganz sanft. Sie küßte meinen Bauch und setzte sich auf. Das Mondlicht schien durch das Fenster und beleuchtete ihren nackten Körper, ließ ihre Brustwarzen ungewohnt dunkel erscheinen. Ich wußte ja, daß sie von einem perfekten rosa waren.
Sie schaute mich an.
"Was ist?" fragte sie mich, "Du wirkst bedrückt."
Ich zog sie zu mir und drückte sie fest an mich. Konnte mich des leichten Zuckens nicht erwehren. Meine Augen wurden naß und ich sagte immer noch nichts.
"Nun sag doch was." hörte ich sie leise in mein Ohr flüstern.
"Halt mich einfach nur fest. Ich hab Geburtstag und ich hasse es."
Und sie hielt mich fest.
Aus dieser Umarmung wollte ich nicht mehr entfliehen. Niemals mehr.
Ich blickte sie an. Sie strich das Wasser von meinen Wangen, küßte mich.
"Hey, Morgen ist es auch wieder vorbei und du bist nicht allein."
Ein Teil von mir wünschte sich gerade in jenem Momet die Einsamkeit herbei, wollte dieses wunderschöne Mädchen vor die Tür setzen und mir einen Schuß in die Schläfe verpassen, nur um nicht mehr nachzudenken und vielleicht auch um sich an den über das Laken verspritzten Fetzen von Hirn, Knochen und der Blutlache zu laben.
Ein anderer Teil ergriff ihre Hand, griff fest zu. Dieser Teil war mir lieber und ich hörte auf Ihn. Scheiß Geburtstagsdepression. Jedes Jahr der selbe Mist und Jünger werde ich ja nun auch nicht.
Ich saß mit dem Rücken zur Wand in mehr als einer Hinsicht, dachte darüber nach und hörte The 69 Eyes.
I don't wanna see you cryin' little angel on my shoulder
I wanna see you flyin' back to heaven, where you belong
Liz lag da, ihren Kopf in meinen Schoß gekuschelt und ich kraulte ihren Nacken, spielte mit ihrem Haar. Doch die Gedanken ließen mich nicht in Ruhe, zwangen mich wach zu bleiben. Was hab ich erreicht? Mittelmäßige Schriftstellerei für einen elitär wirkenden kleinen Kreis an Verstehenden.
Was noch? Mehr gsoffen als alle anderen. Einige Jobs in den Sand gesetzt. Mehr Scheiße gebaut als andere in meinem Alter.
Ich war froh, daß sie da lag. Ich war drauf und dran aufzustehen und dieses verdammte scheiß Metallstück zu suchen - wollte es aber eigentlich auch nicht. Ich haßte es doch irgendwie mein Blut zu sehen, auch wenn es eine kurzzeitige, beinahe rauschartige, Befriedigung erzeugte. Besonders dieses pulsierende Gefühl, diese wahnsinnige Erleichterung; es schrie nach mir. Ich drückte mir imaginäre Hände auf imaginäre Ohren, um diese Stimme nicht mehr zu hören, während ich mit meiner Hand langsam Liz' glatten, ebenen Rücken entlang fuhr.
Sie bewegte sich, stöhnte leicht und erwachte ganz sanft. Sie küßte meinen Bauch und setzte sich auf. Das Mondlicht schien durch das Fenster und beleuchtete ihren nackten Körper, ließ ihre Brustwarzen ungewohnt dunkel erscheinen. Ich wußte ja, daß sie von einem perfekten rosa waren.
Sie schaute mich an.
"Was ist?" fragte sie mich, "Du wirkst bedrückt."
Ich zog sie zu mir und drückte sie fest an mich. Konnte mich des leichten Zuckens nicht erwehren. Meine Augen wurden naß und ich sagte immer noch nichts.
"Nun sag doch was." hörte ich sie leise in mein Ohr flüstern.
"Halt mich einfach nur fest. Ich hab Geburtstag und ich hasse es."
Und sie hielt mich fest.
Aus dieser Umarmung wollte ich nicht mehr entfliehen. Niemals mehr.
Ich blickte sie an. Sie strich das Wasser von meinen Wangen, küßte mich.
"Hey, Morgen ist es auch wieder vorbei und du bist nicht allein."
Ein Teil von mir wünschte sich gerade in jenem Momet die Einsamkeit herbei, wollte dieses wunderschöne Mädchen vor die Tür setzen und mir einen Schuß in die Schläfe verpassen, nur um nicht mehr nachzudenken und vielleicht auch um sich an den über das Laken verspritzten Fetzen von Hirn, Knochen und der Blutlache zu laben.
Ein anderer Teil ergriff ihre Hand, griff fest zu. Dieser Teil war mir lieber und ich hörte auf Ihn. Scheiß Geburtstagsdepression. Jedes Jahr der selbe Mist und Jünger werde ich ja nun auch nicht.
Dienstag, 4. Mai 2010
Zwei
von
/root
Wir lagen nur so da, hielten uns an den Händen und schauten zu den Sternen hinauf - nicht das erste Mal heute. Ich roch ihr Parfum, drehte meinen Kopf zu ihr hinüber und konnte das Licht der Sterne in ihren Augen glitzern sehen. Und dann sah ich etwas. Weinte sie?
Sie drehte ihren Körper zu mir, schmiegte sich an mich. Ja tatsächlich, waren da ein paar Tränen in ihren Augenwinkeln.
Mit leicht erstickter Stimme sagte sie: "Mach dir keine Kopf, mein Süßer. Es ist, weil es so schön ist."
Sie rollte sich weiter und war über mir.
"Okay.", flüsterte ich.
Sie setzte sich auf und ich betrachtete ihre anmutige Gestalt. Wir waren etwas abseits vom tatsächlichen Partygeschehen und ich war froh darüber.
Sie wischte sich die Tränen aus den Augen. Ich hob meine Hand und streichelte sie.
"Ist wirklich alles in Ordnung?"
"Ja."
Sie faste mich am Hals, ich richte mich halb auf, dann packte sie mich mit beiden Händen an den Wangen und gab mir einen lange zärtlichen Kuß.
Ich schaute mich etwas um. Einige Meter entfernt, brannte ein Lagerfeuer und ein Stückchen weiter war Floppys Haus. Dann hörte ich ein stolpern, eine Tür schlug zu und Somas Lachen ertönte keine drei Meter entfernt.
Er kam zu uns und setzte sich. Lara im Schlepptau.
"Na ihr zwei?"
Er war glücklich.
Ich lächelte ihn an und er sah, daß wir allein sein wollten. Er griff in seine Taschen, suchte kurz, kramte dann eine halb zerdrückte Zigarettenschachtel hervor und fischte zwei heraus. Er drückte mir eine in die Hand und ging dann lachend mit Lara weiter.
Ich gab Liz die Kippe, da ich gerade nicht rauchen wollte und Sie legte sie sich zwischen die Lippen. Irgendwo war doch ein Feuerzeug. Ich wuselte mit einer Hand in der Wiese und fand es - gab es ihr. Sie entzündete die Zigarette und atmete lasziv den Rauch aus. Irgendwie war das sexy. Ich setzte mich ganz hin und drückte sie kurz.
"Hey Liz, sag mal: Wollen wir vielleicht etwas spazieren gehen?"
Sie schaute mich an - eine absolute Göttin. Sie sagte nichts. Mußte sie auch nicht. Ich legte mich wieder ganz hin und Liz kuschelte sich an meine Seite, nachdem sie den Glimmstengel irgendwo in die Wiese geworfen hatte.
Ich schloß die Augen und schlief ein.
Sie drehte ihren Körper zu mir, schmiegte sich an mich. Ja tatsächlich, waren da ein paar Tränen in ihren Augenwinkeln.
Mit leicht erstickter Stimme sagte sie: "Mach dir keine Kopf, mein Süßer. Es ist, weil es so schön ist."
Sie rollte sich weiter und war über mir.
"Okay.", flüsterte ich.
Sie setzte sich auf und ich betrachtete ihre anmutige Gestalt. Wir waren etwas abseits vom tatsächlichen Partygeschehen und ich war froh darüber.
Sie wischte sich die Tränen aus den Augen. Ich hob meine Hand und streichelte sie.
"Ist wirklich alles in Ordnung?"
"Ja."
Sie faste mich am Hals, ich richte mich halb auf, dann packte sie mich mit beiden Händen an den Wangen und gab mir einen lange zärtlichen Kuß.
Ich schaute mich etwas um. Einige Meter entfernt, brannte ein Lagerfeuer und ein Stückchen weiter war Floppys Haus. Dann hörte ich ein stolpern, eine Tür schlug zu und Somas Lachen ertönte keine drei Meter entfernt.
Er kam zu uns und setzte sich. Lara im Schlepptau.
"Na ihr zwei?"
Er war glücklich.
Ich lächelte ihn an und er sah, daß wir allein sein wollten. Er griff in seine Taschen, suchte kurz, kramte dann eine halb zerdrückte Zigarettenschachtel hervor und fischte zwei heraus. Er drückte mir eine in die Hand und ging dann lachend mit Lara weiter.
Ich gab Liz die Kippe, da ich gerade nicht rauchen wollte und Sie legte sie sich zwischen die Lippen. Irgendwo war doch ein Feuerzeug. Ich wuselte mit einer Hand in der Wiese und fand es - gab es ihr. Sie entzündete die Zigarette und atmete lasziv den Rauch aus. Irgendwie war das sexy. Ich setzte mich ganz hin und drückte sie kurz.
"Hey Liz, sag mal: Wollen wir vielleicht etwas spazieren gehen?"
Sie schaute mich an - eine absolute Göttin. Sie sagte nichts. Mußte sie auch nicht. Ich legte mich wieder ganz hin und Liz kuschelte sich an meine Seite, nachdem sie den Glimmstengel irgendwo in die Wiese geworfen hatte.
Ich schloß die Augen und schlief ein.
Montag, 3. Mai 2010
Vergessen, Verloren und irgendwo in der Ursuppe schwimmend
von
Herr Vegas
Ich trinke den letzten Schluck Bier, nur um festzustellen, dass es mein letztes Bier war.
Keins mehr da.
Auch keine Zigaretten.
Wenn man eine sowieso schon abgefuckte Situation vor sich hat, so fucken diese kleinen Dinge nur ein noch ein kleines Stückchen mehr ab.
Eher verzweifelt als durchdacht durchkrame ich meinen Rucksack nach Tabak.
Vergeblich.
Cheetah Gelb besteht nurnoch aus undefinierbaren Krümeln und einem zerdrückten After Eight.
Man möchte schreien.
Seinen Frust so lange hinaus brüllen, bis einem die Gedärme aus dem Mund rausglitschen, weil sie dem Unterdruck im Körper nicht mehr Stand halten.
Aber so weit kommt es nicht.
Der menschliche Körper ist ja immerhin eine Wundermaschine, die eigenständig atmen und leben kann. Er kann eine Menge Dinge erlernen, sie sich merken, einfühlungsvermögen zeigen und kommunizieren mit anderen menschlichen Körpern.
Aber er kann keine Zigarette aus After Eight-versetzten Tabak drehen.
Ob dies nun an dem 4. Bier auf nüchternen Magen liegt oder an der letztendlichen Unfähigkeit meines Körpers, bleibt mir dann doch verschlossen.
Forsaken, natürlich die Korn-Version, sickert durch meine Computerboxen und irgendwie fühle ich mich einsam.
Selbst wenn eine junge, hübsche Frau nun neben mir liegen würde - denn das könnte sie, mein Bett ist heute sogar aufgeräumt - würde ich mich einsam fühlen.
Ich habe das Gefühl, als hätte das Universum alle Seelen dieser Erde geschluckt und mich hier zurück gelassen.
Klar sind die ganzen Körper noch da, aber die Emotionen wird das Universum sicherlich mit verschluckt haben.
Wenn man so darüber nachdenkt der einzige Mensch auf der Erde zu sein, dann kommt das einen schon ziemlich bescheuert vor.
Da ja alle Körper noch vorhanden sind, kannst du nicht einmal machen was du willst, wie bei "I am Legend" oder sowas.
Du musst ja dennoch aufpassen.
Aber scheiß' drauf.
Wenn ich nun wirklich hier allein sein sollte in einer geistlosen Welt voller Körper, die keinen Sinn mehr wirklich haben, dann ist wohl die letztbeste Lösung, hierzusitzen und zu versuchen aus vergammelten Süßwaren Zigaretten zu drehen.
Also mache ich mich auf zur Tankstelle.
Keins mehr da.
Auch keine Zigaretten.
Wenn man eine sowieso schon abgefuckte Situation vor sich hat, so fucken diese kleinen Dinge nur ein noch ein kleines Stückchen mehr ab.
Eher verzweifelt als durchdacht durchkrame ich meinen Rucksack nach Tabak.
Vergeblich.
Cheetah Gelb besteht nurnoch aus undefinierbaren Krümeln und einem zerdrückten After Eight.
Man möchte schreien.
Seinen Frust so lange hinaus brüllen, bis einem die Gedärme aus dem Mund rausglitschen, weil sie dem Unterdruck im Körper nicht mehr Stand halten.
Aber so weit kommt es nicht.
Der menschliche Körper ist ja immerhin eine Wundermaschine, die eigenständig atmen und leben kann. Er kann eine Menge Dinge erlernen, sie sich merken, einfühlungsvermögen zeigen und kommunizieren mit anderen menschlichen Körpern.
Aber er kann keine Zigarette aus After Eight-versetzten Tabak drehen.
Ob dies nun an dem 4. Bier auf nüchternen Magen liegt oder an der letztendlichen Unfähigkeit meines Körpers, bleibt mir dann doch verschlossen.
Forsaken, natürlich die Korn-Version, sickert durch meine Computerboxen und irgendwie fühle ich mich einsam.
Selbst wenn eine junge, hübsche Frau nun neben mir liegen würde - denn das könnte sie, mein Bett ist heute sogar aufgeräumt - würde ich mich einsam fühlen.
Ich habe das Gefühl, als hätte das Universum alle Seelen dieser Erde geschluckt und mich hier zurück gelassen.
Klar sind die ganzen Körper noch da, aber die Emotionen wird das Universum sicherlich mit verschluckt haben.
Wenn man so darüber nachdenkt der einzige Mensch auf der Erde zu sein, dann kommt das einen schon ziemlich bescheuert vor.
Da ja alle Körper noch vorhanden sind, kannst du nicht einmal machen was du willst, wie bei "I am Legend" oder sowas.
Du musst ja dennoch aufpassen.
Aber scheiß' drauf.
Wenn ich nun wirklich hier allein sein sollte in einer geistlosen Welt voller Körper, die keinen Sinn mehr wirklich haben, dann ist wohl die letztbeste Lösung, hierzusitzen und zu versuchen aus vergammelten Süßwaren Zigaretten zu drehen.
Also mache ich mich auf zur Tankstelle.
Donnerstag, 25. Februar 2010
Flug des Ikarus
von
/root
Wenn ich zur Zeit an die letzte Frau denke, der ich meine Liebe gestand, muß ich sagen, daß ich sie immer noch von ganzem Herzen liebe, daß mir der Gedanke an sie Übelkeit beschert, weil ich sie vermisse, weil ich Angst habe, sie nie wieder zu sehen, zu fühlen. Derzeit ist das eine der Hauptsorgen meiner selbst. Meine unbändigen Gefühle, für diese Frau. Selbst Dinge, die mir wichtiger sein sollten, werden dadurch in den Hintergrund gedrückt und scheinen nicht vorhanden hinter dieser Mauer aus Gefühlen und verborgenen Sehnsüchten. Zumal: Wer entscheidet denn, was wichtiger ist?
Oft begegne ich in Momenten totaler Einsamkeit, oder wenn ich unter Menschen bin, den Erinnerungen, den Gedanken an die schönen Dinge. Ihre Umarmungen, ihre Küsse, ihr Wohlwollen und die Wärme, die ich spürte wenn sie mich anlächelte. Nichts davon ist negativ, doch schmerzt es mich und rührt mich innerlich zu Tränen, da ich sonst nicht fähig bin zu weinen. Nur in mir drinnen weine ich. Umhüllt von einem Eisblock dessen spiegelnde Oberfläche alles reflektiert und Berührungen oder Worte erfriert, so daß sie kaum noch mein Innerstes erreichen.
Ich definiere die Misanthropie als solche Eigenschaft oder Uneigenschaft, sich nicht mehr der Außenwelt hinzugehörig zu fühlen, sich abgesondert zu fühlen. Diese Situation beschämt und schürt Haß gegen die Menschheit. Man erfüllt sich selbst nicht mehr, man wird nicht mehr erfüllt und einzig der eigene Haß, die eigene Liebe bleibt, und wird unsichtbar für alle andren. Jedoch weiß man selbst, daß man lieber gehen sollte und tut es nicht, um der inneren Liebe willen. Man erzeugt Wut bei andren, um des inneren Hasses willen.
Nichts erfüllt den Kelch der Glückseeligkeit mit seinem kraftspendenen Saft. Nur zähflüssige Traurigkeit ergießt sich mit quälender endlos erscheinender Langsamkeit in seinen Bauch. Ölige schwärze, bestehend aus finsteren Gedanken und der Uneinigkeit der eigenen Seele.
Beißende Schnäbel hacken sich in das Fleisch und verschlingen es mit dem unbändigen Hunger eines Wesens, das seit Ewigkeiten nichts mehr zu sich genommen hatte. Traum und Wirklichkeit verschmelzen zu einer einzigen breiigen Masse. Verschwommen nimmt die Realität die Gestalt eines Albtraums an und es beginnt wie in einem schlechten Horrorfilm zu regnen und zu donnern. Ich registriere es nur am Rande meiner Wahrnehmung. Vor meinem inneren Auge lichtet sich ein schwarzer Schleier und gibt den Blick auf eine art Bühne preis.
Hölzerne Dielen knarren als ein Protagonist auftritt. er setzt sich inmitten der finsteren Kulisse auf einen Holzblock. Minuten lang sitzt er nur da. Nicht ein Wort kommt über seine Lippen. Nur ein leises Wimmern ist zu vernehmen. Bis schließlich eine Weitere Figur erscheint. Eine junge Frau in einem weißen Gewand. Sie nähert sich dem Protagonisten, spricht ihn an. Er antwortet nicht, blickt sie nur an und wischt sich mit dem Stoff seiner Kleider über das Gesicht. Wahrscheinlich um Tränen zu entfernen. Sie kommt näher auf ihn zu und will ihn in ihre Arme schließen, da springt er auf und flüchtet stumm in eine Ecke, wo er sich kauernd niederläßt. Sie geht wieder auf ihn zu und nimmt ihn in ihre Arme. Diesmal flüchtet er nicht und man vernimmt, während der Vorhang fällt, ein weiteres mal nur sein Wimmern.
Finsternis umgibt mich und ich falle ... Schweigend ... Nicht ein Ton kommt über meine Lippen. Einzig ein paar Tränen verliere ich. Dumpf ist der Aufprall, der meine Schädeldecke zersplittern läßt und mich tötet.
Oft begegne ich in Momenten totaler Einsamkeit, oder wenn ich unter Menschen bin, den Erinnerungen, den Gedanken an die schönen Dinge. Ihre Umarmungen, ihre Küsse, ihr Wohlwollen und die Wärme, die ich spürte wenn sie mich anlächelte. Nichts davon ist negativ, doch schmerzt es mich und rührt mich innerlich zu Tränen, da ich sonst nicht fähig bin zu weinen. Nur in mir drinnen weine ich. Umhüllt von einem Eisblock dessen spiegelnde Oberfläche alles reflektiert und Berührungen oder Worte erfriert, so daß sie kaum noch mein Innerstes erreichen.
Ich definiere die Misanthropie als solche Eigenschaft oder Uneigenschaft, sich nicht mehr der Außenwelt hinzugehörig zu fühlen, sich abgesondert zu fühlen. Diese Situation beschämt und schürt Haß gegen die Menschheit. Man erfüllt sich selbst nicht mehr, man wird nicht mehr erfüllt und einzig der eigene Haß, die eigene Liebe bleibt, und wird unsichtbar für alle andren. Jedoch weiß man selbst, daß man lieber gehen sollte und tut es nicht, um der inneren Liebe willen. Man erzeugt Wut bei andren, um des inneren Hasses willen.
Nichts erfüllt den Kelch der Glückseeligkeit mit seinem kraftspendenen Saft. Nur zähflüssige Traurigkeit ergießt sich mit quälender endlos erscheinender Langsamkeit in seinen Bauch. Ölige schwärze, bestehend aus finsteren Gedanken und der Uneinigkeit der eigenen Seele.
Beißende Schnäbel hacken sich in das Fleisch und verschlingen es mit dem unbändigen Hunger eines Wesens, das seit Ewigkeiten nichts mehr zu sich genommen hatte. Traum und Wirklichkeit verschmelzen zu einer einzigen breiigen Masse. Verschwommen nimmt die Realität die Gestalt eines Albtraums an und es beginnt wie in einem schlechten Horrorfilm zu regnen und zu donnern. Ich registriere es nur am Rande meiner Wahrnehmung. Vor meinem inneren Auge lichtet sich ein schwarzer Schleier und gibt den Blick auf eine art Bühne preis.
Hölzerne Dielen knarren als ein Protagonist auftritt. er setzt sich inmitten der finsteren Kulisse auf einen Holzblock. Minuten lang sitzt er nur da. Nicht ein Wort kommt über seine Lippen. Nur ein leises Wimmern ist zu vernehmen. Bis schließlich eine Weitere Figur erscheint. Eine junge Frau in einem weißen Gewand. Sie nähert sich dem Protagonisten, spricht ihn an. Er antwortet nicht, blickt sie nur an und wischt sich mit dem Stoff seiner Kleider über das Gesicht. Wahrscheinlich um Tränen zu entfernen. Sie kommt näher auf ihn zu und will ihn in ihre Arme schließen, da springt er auf und flüchtet stumm in eine Ecke, wo er sich kauernd niederläßt. Sie geht wieder auf ihn zu und nimmt ihn in ihre Arme. Diesmal flüchtet er nicht und man vernimmt, während der Vorhang fällt, ein weiteres mal nur sein Wimmern.
Finsternis umgibt mich und ich falle ... Schweigend ... Nicht ein Ton kommt über meine Lippen. Einzig ein paar Tränen verliere ich. Dumpf ist der Aufprall, der meine Schädeldecke zersplittern läßt und mich tötet.
Donnerstag, 21. Januar 2010
1:45 Uhr, Nachts
von
/root
Flüssige Depression quillt dunkelrot aus den Schnitten an meinem rechten Oberarm. Ich wünschte es wäre mehr und nicht nur ein paar Tropfen, doch auch diese schaffen mir etwas Erleichterung. Obwohl das Unwohlsein nicht abklingt, wird es nicht mehr so intensiv wahrgenommen durch den neuen Schmerz, welchem ich mich bewußt aussetzte.
Der Telephonhörer liegt auf dem Bett. Ich weiß nicht ob am anderen Ende immer noch geschwiegen wird; so wie vorher. Ich will es auch gerade gar nicht wissen.
Ich höre nur das Summen der Lüftung meines Rechners und das leise Rauschen des Blutes in meine Ohren.
Es herrscht nahezu homogene Stille.
Gedanken schießen durch meinen Kopf und verlassen ihn wieder ohne einen Laut von sich zu geben. Eine Frösteln durchzieht meinen Oberkörper und ich stehe kurz auf, horche am Telephonhörer und lege ihn auf. Es war nur noch das monotone Geräusch zu hören, welches signalisiert, daß am andren Ende aufgelegt wurde.
Der Telephonhörer liegt auf dem Bett. Ich weiß nicht ob am anderen Ende immer noch geschwiegen wird; so wie vorher. Ich will es auch gerade gar nicht wissen.
Ich höre nur das Summen der Lüftung meines Rechners und das leise Rauschen des Blutes in meine Ohren.
Es herrscht nahezu homogene Stille.
Gedanken schießen durch meinen Kopf und verlassen ihn wieder ohne einen Laut von sich zu geben. Eine Frösteln durchzieht meinen Oberkörper und ich stehe kurz auf, horche am Telephonhörer und lege ihn auf. Es war nur noch das monotone Geräusch zu hören, welches signalisiert, daß am andren Ende aufgelegt wurde.
Dienstag, 19. Januar 2010
Natürlich ...
von
/root
"Drei mal dürfte raten" sagte der seltsam häßliche Typ dem ich nur halb zugehört habe. Er redet ohne unterlaß von irgendwelchen Ficks, die er sich mit hunderzwanzigprozentiger Wahrscheinlichkeit nur audachte. "Sie hat mir einen geblasen und den ganzen Saft geschluckt, als wär's nen scheiß Jacky-Coke!" Als nächstes tat er eine obzöne Geste und erfreute sich des falschen Gelächters der Idioten um ihn herrum. Mit einem hieb schüttete er den Wodka herrunter und ich drehte mich weg von der Runde bestehend aus Volltrotteln und Speichelleckern. Ich griff in meine Hosentasche und holte ein Tabakpäckchen hervor daß ich schon einige Tage darin verweilte. Aus der anderen Tasche holte ich ein abgegriffenes Heftchen OCB Slim.
Während dieses Arschloch eine weitere Geschichte über einen One Night Stand mit einer Schlampe aus irgendeiner Discothek zwischen hier und Mekka begann, suchte ich nach einer passenden Sitzgelegenheit und fand sie keine zwei Meter weiter zwischen einer Crackleiche und einem Mädel das total besoffen über der Sofakante lag. Ihre haare hingen in Ihrem eigenen übelriechenden erbrochenen.
Ich setzte mich also zwischen diese zwei halbtoten und begann zunächst damit die leeren und halb geleerten Alkoholflaschen auf dem kleinen Tischchen vor mir beiseite zu schieben. Da ich mich nicht wirklich traute sie richtig anzufassen benutzte ich meine Handrücken und beschloß direkt nach meinem Vorhaben mir die Hände zu waschen.
Ich breitete das recht zerknitterte Longpape aus und verteilte etwas Tabak darauf. Anschließend griff ich ein weiteres mal in das Tabakpäckchen und zog ein kleineres klares Tütchen hervor in welchem hellgrün eine drei Gramm schwere Grasblüte prangte. Mir ging ein Panoramagrinsen auf und ich bröselte einen kleinen Teil davon in die mitte des Tabaks auf dem Papier. Nun verstaute ich alles und griff mit beiden Händen zu, drehte gekonnt einen sauberen Joint.
Ich stand auf, klemmte mir den Joint zwischen die Lippen und ging auf Toilette zum Hände waschen. Zum Glück war die Balkontür direkt daneben und ich ging danach schnell hinaus an die frische Nachtluft, zündete ihn an.
"Kann ich auch dran ziehen, Wolf?"
Ich drehte mich zur Seite, mußte grinsen und setzte mich zu dem Langhaarigen dort.
"Natürlich Tripp. Für dich doch immer."
Während dieses Arschloch eine weitere Geschichte über einen One Night Stand mit einer Schlampe aus irgendeiner Discothek zwischen hier und Mekka begann, suchte ich nach einer passenden Sitzgelegenheit und fand sie keine zwei Meter weiter zwischen einer Crackleiche und einem Mädel das total besoffen über der Sofakante lag. Ihre haare hingen in Ihrem eigenen übelriechenden erbrochenen.
Ich setzte mich also zwischen diese zwei halbtoten und begann zunächst damit die leeren und halb geleerten Alkoholflaschen auf dem kleinen Tischchen vor mir beiseite zu schieben. Da ich mich nicht wirklich traute sie richtig anzufassen benutzte ich meine Handrücken und beschloß direkt nach meinem Vorhaben mir die Hände zu waschen.
Ich breitete das recht zerknitterte Longpape aus und verteilte etwas Tabak darauf. Anschließend griff ich ein weiteres mal in das Tabakpäckchen und zog ein kleineres klares Tütchen hervor in welchem hellgrün eine drei Gramm schwere Grasblüte prangte. Mir ging ein Panoramagrinsen auf und ich bröselte einen kleinen Teil davon in die mitte des Tabaks auf dem Papier. Nun verstaute ich alles und griff mit beiden Händen zu, drehte gekonnt einen sauberen Joint.
Ich stand auf, klemmte mir den Joint zwischen die Lippen und ging auf Toilette zum Hände waschen. Zum Glück war die Balkontür direkt daneben und ich ging danach schnell hinaus an die frische Nachtluft, zündete ihn an.
"Kann ich auch dran ziehen, Wolf?"
Ich drehte mich zur Seite, mußte grinsen und setzte mich zu dem Langhaarigen dort.
"Natürlich Tripp. Für dich doch immer."
Freitag, 4. Dezember 2009
32
von
Herr Vegas
in dieser nacht
oh schwarzgedank
da konsumierst du mich
injizierst dich in mich
machst mich krank
deine hure sei das koffein
dein schwert das sei die helligkeit
dein atem sei der schnee
von bäumen fallend
blickesweit
dein lidschlag
sei der flügelschlag
des raben
hier im antitag
die herzfrequenz
so tief in dir
ein schnaubend
sabbernd
schäumend
maul
des tieres
welches auch in mir
oh schwarzgedank
du droge meiner
wer hört es?
spürt es?
riecht es?
willst du mir sagen
im schutz des dunkel
das etwa nur die seelenlosen
um mich wie herbstlaub
lautlos tosen?
erhört mich
doch nicht etwa
keiner?
oh schwarzgedank
da konsumierst du mich
injizierst dich in mich
machst mich krank
deine hure sei das koffein
dein schwert das sei die helligkeit
dein atem sei der schnee
von bäumen fallend
blickesweit
dein lidschlag
sei der flügelschlag
des raben
hier im antitag
die herzfrequenz
so tief in dir
ein schnaubend
sabbernd
schäumend
maul
des tieres
welches auch in mir
oh schwarzgedank
du droge meiner
wer hört es?
spürt es?
riecht es?
willst du mir sagen
im schutz des dunkel
das etwa nur die seelenlosen
um mich wie herbstlaub
lautlos tosen?
erhört mich
doch nicht etwa
keiner?
eine dieser Nächte
von
Herr Vegas
Da hast du's nun. 21 Jahre ist dein von Bier betankter Körper nun schon alt und du hast immer noch nichts wesentliches auf die reihe bekommen. Du sitzt hier um exakt 6:25, knallst dir dein Krombacher rein und studierst die frischen Schnitte an deinem Unterarm. Zu viele. Du bist einfach ausgerastet. Die Menschen um dich herum sind schon wach doch du willst kein Aufsehen erregen. Allerdings ist das erst in anderthalb Stunden möglich. nun, was erzählst du ihnen? Das du schon wach bist oder noch? Beides wird total falsch gewertet weswegen du dich letztendlich entschließt deine Zimmertür zuzuschließen, ein Duftstäbchen anzuzünden, zur Überblendung des Geruchs, versteht sich und deine Gutenachtzigarette in deinem Zimmer zu rauchen. Natürlich musst du dann für den Rest der "Nacht" dein Zimmerfenster offen lassen aber wen interessiert das schon? Das Gefühl von Einsamkeit krallt sich wie eine aus alten Geschichten fleisch gewordene Bestie in deinen Rücken und lässt, wie als würde sie eine Emotion in deinen Leib ejakulieren, deinen ganzen Körper mit Gänsehaut überziehen. Verschreckt öffnest du also dein Fenster. Frischluft riecht so gut wenn man findet sie lang nicht mehr gerochen zu haben. Du atmest tief ein und bevor du dir deine Zigarette anzündest, gräbst du erneut Erinnerungen in die jungfräuliche Haut deines Bauches oberhalb des Nabels. Wieder eine dieser Nächte.
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